Kometenforschung aus erster Hand

Kometen sind faszinierende Zeitzeugen aus den Anfängen unseres Sonnensystems. Was können wir von ihnen über unsere kosmische Vergangenheit erfahren? Am Sonntag, 29. November 2026, ist die renommierte Astrophysikerin und Kometenforscherin Kathrin Altwegg der Universität Bern zu Gast im Swiss Space Museum. Sie erzählt aus erster Hand von ihrer Forschung, der Rosetta-Mission und ihrem persönlichen Weg in die Weltraumforschung.

Kathrin Altwegg, emeritierte Professorin der Universität Bern, ist am 29. November zu Gast im Swiss Space Museum.
Bildquelle: Universität Bern/Manu Friederich

In ihrem Referat nimmt Kathrin Altwegg die Besucherinnen und Besucher mit in die faszinierende Welt der Kometen und erzählt aus erster Hand von ihrer langjährigen Forschung. Altwegg ist insbesondere durch ihre Arbeit an der ESA-Mission Rosetta bekannt. Als Projektleiterin des Massenspektrometers ROSINA war sie massgeblich daran beteiligt, die Zusammensetzung des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zu untersuchen. Die Mission lieferte einzigartige Daten über Gas und Staub des Kometen und eröffnete neue Einblicke in die frühen Bausteine unseres Sonnensystems.

Von der Forschung zum Kometen

Doch der Besuch im Swiss Space Museum bietet nicht nur einen Blick auf die wissenschaftlichen Ergebnisse von Rosetta. Kathrin Altwegg wird auch über ihren persönlichen Weg in die Weltraumforschung sprechen – einen Weg, der keineswegs von Anfang an vorgezeichnet war. Von ihrem Physikstudium über ihre Arbeit an der ersten Kometenmission Giotto bis zur Leitung des ROSINA-Projekts führte ihre Karriere immer wieder zu neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Dabei wird deutlich, wie viel Teamarbeit hinter einer Weltraummission steckt. Wenn eine Raumsonde nach jahrelanger Reise einen Kometen erreicht, müssen nicht nur hochkomplexe Instrumente funktionieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen die gewonnenen Daten auch unter ungewöhnlichen Bedingungen auswerten und gemeinsam interpretieren. Die Arbeit an Rosetta wurde für Altwegg zu einem besonderen Höhepunkt ihrer Forschung.

Von 2014 bis 2016 hat die Raumsonde Rosetta den Kometen Churyumov-Gerasimenko aus nächster Nähe erforscht. Bildquelle: ESA

Kometen im Museum

Passend zum Besuch der Kometenforscherin werden wir auch einige Objekte in der Ausstellung des Swiss Space Museums näher anschauen. Sie machen die Forschung an diesen faszinierenden Himmelskörpern unmittelbar greifbar und zeigen, wie Raumfahrtmissionen unser Wissen über das Sonnensystem erweitern.

Kometen gelten als besonders ursprüngliche Überreste aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems. Ihre Untersuchung ermöglicht deshalb einen Blick weit zurück in die kosmische Vergangenheit. Gleichzeitig werfen sie bis heute neue Fragen auf – etwa nach der Herkunft von Wasser und organischen Molekülen und damit nach den Bedingungen, unter denen Leben entstehen konnte.

Erleben Sie Kometenforschung aus erster Hand und begegnen Sie einer Wissenschaftlerin, die mit ihrer Forschung selbst Raumfahrtgeschichte geschrieben hat.

Sonntag, 29. November 2026
Öffnungszeiten: 11:00–16:00 Uhr
12:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung (45 Minuten)
13:30 Uhr: Referat «Kometenforschung aus erster Hand» mit Prof. em. Kathrin Altwegg

Tickets

Tickets für diese Veranstaltung sind ausschliesslich online erhältlich und sind ab Montag, 2. November 2026, verfügbar.