ETH Zürich plant mit der LIFE Space Mission einen grossen Schritt in der Erforschung fremder Welten. Doch wie viele potenziell bewohnbare Planeten gibt es in unserer kosmischen Nachbarschaft? Und könnten wir tatsächlich eines Tages Spuren von Leben auf einem fernen Himmelskörper nachweisen? Was lange wie Science-Fiction klang, rückt heute in greifbare Nähe.
Antworten auf diese faszinierenden Fragen gibt es am Donnerstag, 26. März 2026, im Rahmen der Mitgliederversammlung des Swiss Space Museum.
Im Zentrum des Abends steht Prof. Dr. Sascha Quanz, einer der führenden Exoplanetenforscher Europas und Leiter des LIFE-Projekts. In seinem Vortrag nimmt er das Publikum mit an die Grenzen des Wissens – dorthin, wo modernste Astronomie und kühne Zukunftsvisionen verschmelzen.
Eine Mission mit historischem Potenzial

LIFE (Large Interferometer For Exoplanets) ist eine der ehrgeizigsten Weltraummissionen, die je konzipiert wurden. Geplant ist eine Flotte mehrerer Satelliten, die im All präzise Formationsflüge durchführen und gemeinsam wie ein riesiges Teleskop arbeiten. Mithilfe sogenannter Infrarot-Interferometrie soll es erstmals möglich werden, die Atmosphären erdähnlicher Planeten direkt zu untersuchen.
Im Fokus stehen Planeten in relativer Nähe zu unserem Sonnensystem – darunter Dutzende, die in Grösse und Temperatur unserer Erde ähneln. LIFE soll ihre atmosphärische Zusammensetzung analysieren und nach Gasen suchen, die auf eine Biosphäre hindeuten könnten, etwa Sauerstoff oder Methan. Der kombinierte Nachweis solcher Stoffe wäre ein starkes Indiz für biologische Prozesse.
Der Mensch hinter der Vision
Sascha Quanz leitet an der ETH Zürich die Forschungsgruppe „Exoplaneten und Bewohnbarkeit“. Sein langfristiges Ziel ist nichts Geringeres als die Beantwortung einer der grössten Fragen der Menschheit: Sind wir allein im Universum?
Als Principal Investigator der LIFE-Mission verantwortet er die wissenschaftliche Gesamtleitung des Projekts. Darüber hinaus ist er Projektleiter im Nationalen Forschungsschwerpunkt PlanetS sowie in mehreren interdisziplinären Forschungsinitiativen der ETH Zürich engagiert. Seine Arbeit verbindet Astrophysik, Ingenieurwissenschaften und moderne Datenanalyse – immer mit dem Ziel, ferne Welten nicht nur zu entdecken, sondern zu verstehen.
Eine Reise an die Grenzen des Wissens
Der Vortrag im Swiss Space Museum lädt dazu ein, Teil dieser wissenschaftlichen Pionierarbeit zu werden – zumindest gedanklich. Erleben Sie, wie Forscherinnen und Ingenieure heute an Technologien arbeiten, die uns vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten eine Antwort auf die Frage nach einer «zweiten Erde» liefern könnten.
Begleiten Sie uns auf dieser Reise in die Tiefen des Alls – und an die Zukunft der Menschheit.
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Vor dem Referat findet um 19 Uhr die Mitgliederversammlung des Swiss Space Museums statt.
NUR FÜR MITGLIEDER: Die Teilnahme am Referat ist Mitgliedern der Swiss Space Museum Supporters Association vorbehalten. Sind Sie noch nicht Member? Melden Sie sich noch heute an und profitieren Sie von vielen Vorteilen.
