Ende Januar öffnet das Swiss Space Museum zum ersten Mal im neuen Jahr seine Türen für das Publikum. Am Sonntag, 1. Februar 2026, wird Dr. Lukas Schuler, Geschäftsstellenleiter DarkSky Switzerland, über das Thema Lichtverschmutzung sprechen. Ein Phänomen, das weitreichende Folgen für uns alle hat. Nebst dem Referat gibt es sowohl am Samstag als auch am Sonntag Führungen durch die Ausstellung.

Natürliche Lichtquellen wie Sonne, Mond und Sterne prägten den Rhythmus des Lebens seit jeher. Erst seit vergleichsweise kurzer Zeit macht der Mensch die Nacht systematisch zum Tag – mit weitreichenden Folgen. In seinem Referat «Grenzenlose Lichtverschmutzung?» nimmt Dr. Lukas Schuler sein Publikum mit auf eine ebenso wissenschaftlich fundierte wie anschauliche Reise durch die Welt des Lichts und der Dunkelheit.
Schuler zeigt auf, wie sich das Licht im Tag-Nacht-Rhythmus in der Atmosphäre verändert und weshalb es darauf ankommt, wie der Mensch mit Licht umgeht. Astronomen konnten zum Beispiel lange Zeit die zunehmende Aufhellung des Nachthimmels mit eigenen Lösungen abfedern – doch inzwischen herrscht, so Schuler, „Alarmstufe im All“. Satelliten, neue Lichttechnologien und globale Vernetzung machen Lichtverschmutzung zu einem grenzüberschreitenden Problem.
Dabei ist die Sichtbarkeit der Sterne und anderer Himmelsobjekte nicht nur für die Astronomie von zentraler Bedeutung. Lichtverschmutzung betrifft die Natur insgesamt. Tiere wie auch der Mensch benötigen Dunkelheit ebenso wie Tageslicht, um gesund zu bleiben.

In seinem Referat zeigt Schuler, wie ein bewussterer Umgang mit Licht aussehen kann – und welche Rolle DarkSky Switzerland dabei spielt. Die Organisation setzt sich seit Jahren für den Schutz der natürlichen Nacht ein und berät Behörden, Gemeinden und Naturpärke.
Dr. Lukas Schuler verbindet wissenschaftliche Tiefe mit praktischer Erfahrung: Nach seinem ETH-Diplom und Doktorat als Naturwissenschafter programmierte und simulierte er für das Leben wichtige Moleküle, die Zellmembranen strukturieren, und bot seine Dienste für Molekulardynamik auch der Schweizer Industrie an.
Seit 2013 prägte er DarkSky Switzerland während zehn Jahren als Präsident, entwickelte Nachtkarten der Schweiz auf Basis von Satellitendaten und beriet Behörden und Naturpärke in Luxembourg und der Schweiz. Zudem wirkte er kürzlich in der SIA-Kommission für die Baunorm 491 mit, um sie nach über zehn Jahren auf den neusten Stand zu bringen. Heute ist er Geschäftsstellenleiter von DarkSky Switzerland.
„Die Welt des Lichts verändert sich technologisch relativ stark“, sagt Schuler. „Das bringt grosse Chancen, aber auch Verpflichtungen mit sich, was die Reduktion der Lichtverschmutzung betrifft. “ Wie diese Verantwortung wahrgenommen werden kann, macht sein Referat anschaulich und praxisnah deutlich.
Im Anschluss an das Referat besteht die Möglichkeit, Lukas Schulers Buch «Mein Haus, mein Licht, unsere Umwelt» zu erwerben und persönlich signieren zu lassen.

Programm Samstag, 31. Januar 2026
Öffnungszeiten Museum: 13:00-16:00 Uhr
13:30 Uhr – Führung durch die Ausstellung
15:00 Uhr – Führung durch die Ausstellung
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Programm Sonntag, 1. Februar 2026
Öffnungszeiten Museum: 11:00-16:00 Uhr
12:00 Uhr – Führung durch die Ausstellung
13:30 Uhr – Referat «Grenzenlose Lichtverschmutzung?» von Dr. Lukas Schuler, DarkSky Switzerland
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